Karuna Creations

Die Arbeitslosigkeit ist auf allen gesellschaftlichen Ebenen in Indien ein Problem. Viele Absolventen finden es herausfordernd, einen Job zu finden, der ihrem Bildungsstatus entspricht. Am schlimmsten betroffen sind Menschen aus Slums und kleinen Dörfern und Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung. Viele Erwachsene aus diesen Gruppen stehen vor dem Problem des Analphabetismus und mangelnder Entwicklung professioneller Fähigkeiten aufgrund von ungenügenden Voraussetzungen. Trotz grosser Anstrengungen bleibt ihre Armut eine endlose Spirale. Sie kämpfen permanent darum, in der Gesellschaft integriert zu bleiben.

Um den von Armut und Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen gleiche Chancen zu geben, begannen wir im Jahr 2003 mit einem informellen Kurzzeitkurs. Der Kurs wurde speziell in der Region angeboten, in der wir unsere Projekte durchführten und so eine ganzheitliche Entwicklung anstrebten. Die Ausbildung konzentrierte sich auf Ungebildete und körperlich oder geistig behinderte Menschen und mit einem speziellen Fokus auf verstossene Frauen.

Der Erfolg dieses Projekts hat sich in Karuna Creations im Jahr 2007 entwickelt. Die Schneider-, Handstickerei- und Handwerkstrainings boten den Begünstigten die Möglichkeit, sich selbständig zu machen oder einen Job in Textilunternehmen zu finden. Die Produkte, die in diesen Schulungen produziert werden, werden unter Fairtrade Prinzipien in Indien hergestellt. Seit dem Erwerb einer Exportlizenz im Jahr 2012 exportieren wir unsere Produkte auch auf verschiedene saisonale Märkte. Das Einkommen wird für Nachhaltigkeit und Verbesserung dieses Projekts sowie für andere Projekte unserer Organisation genutzt.

Die Flexibilität der Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten während des Trainings haben viel zum Interesse der Frauen in diesen Gemeinschaften, in denen wir tätig sind, beigetragen. Sie können dadurch ein zusätzliches Einkommen für ihre Familien generieren. Das Projekt ist am Wachsen und gewinnt an Bekanntheit. Wir hoffen, dass wir dadurch viele arbeitsunfähige Personen in der Gemeinschaft erreichen können.